CDU nominiert Daniela Schlegel-Friedrich als Kandidatin für Landratswahl

13.02.2019

CDU setzt auf die Amtsinhaberin

Landrat oder Landrätin – wer soll, das entsprechende Wählervotum bei der Wahl am 26. Mai vorausgesetzt, in der neuen Legislaturperiode den Landkreis Merzig-Wadern führen? Diese Frage wurde aus Sicht der Christdemokraten bei der Vertreterversammlung zur Wahl ihrer Kandidatin im Losheimer Saalbau am Mittwoch klipp und klar beantwortet. Für den CDU-Kreisverband wird erneut Daniela Schlegel-Friedrich antreten, die damit die Gelegenheit erhält, eine dritte Amtszeit als Leiterin der Kreisverwaltung zu erlangen. Die mit Regularien nur so gespickte Vertreterversammlung leitete der Kreisvorsitzende Marcus Hoffeld, selbst erst vor kurzem von der CDU Merzig erneut für die Position des Bürgermeisters nominiert.


Vor einem großen Plakat mit der Aufschrift „Anpacken für unsere Heimat“ erläuterte er zunächst die gesetzlich festgezurrten Regeln für die später folgenden Abstimmungen. Und sollte vielleicht der eine oder andere Delegierte mit Überraschungen gerechnet haben, war spätestens mit Hoffelds Ankündigung die Luft raus, wonach sämtliche Wahlempfehlungen dieses Abends vorab vom CDU-Kreisvorstand einstimmig abgesegnet worden waren – erst recht, als keine nachträglichen Vorschläge gemacht wurden. Mit dem Vorschlag, Daniela Schlegel-Friedrich weiterhin „mit dem Rückenwind der bisher geleisteten erfolgreichen Arbeit“ für die Wiederwahl als Landrätin zu positionieren, übergab er ihr das Mikrofon.
„Ich stelle mich euch noch mal und möchte gerne weiter Landrätin bleiben“, sagte Schlegel-Friedrich und fuhr fort: „Ich bin jetzt schon 14 Jahre Landrätin im Landkreis Merzig-Wadern – aber es ist immer noch viel zu tun.“

Der Amtsinhaberin dürfte gefallen haben, was wenige Tage zuvor aus Saarbrücken verlautet worden war: Aus dem neuen Gutachten der von der Landesregierung beauftragten Beratungsgesellschaft PwC, die die fünf saarländischen Landkreise und den Regionalverband Saarbrücken bezüglich ihrer wirtschaftlichen Kompetenz unter die Lupe genommen hatte, zitierte sie nur zu gerne das PwC-Fazit, wonach die Kreise Merzig-Wadern und Saarlouis am sparsamsten gewirtschaftet haben.
Nicht zuletzt mit diesem Top-Zeugnis von höchster Stelle im Gepäck argumentierte Schlegel-Friedrich: „Unser Landkreis ist ein Erfolgsmodell.“ Dann umriss sie die vielen Bereiche der Kreispolitik, in denen sie als alte und neue Landrätin gerne an diesem Erfolgsmodell weiterarbeiten möchte. Da war von der erfolgreichen Digitalisierung der Schulen im Kreisgebiet ebenso die Rede wie vom ersten Schulsportverein des Saarlandes (in Wadern). Aber auch wichtige Themen wie die medizinische Notfallversorgung, die gerade hier so wichtige Tourismusförderung oder die Vorsorgebemühungen angesichts des allgemeinen Fachkräftemangels klammerte Schlegel-Friedrich in ihrer programmatischen Rede nicht aus.

Letztlich gab sie einen Wunsch für die kommenden zehn Jahre (die Amtszeit des künftigen Landrates dauert bis 30. September 2029) preis: „Ich wünsche mir, dass ich als neue Landrätin – am liebsten gemeinsam mit einer CDU-Mehrheitsfraktion im neuen Kreistag – die bisherige erfolgreiche Arbeit zum Wohl unserer Bürger in unserem schönen Landkreis fortsetzen kann.“

 

Quelle: SZ (Dieter Ackermann)