KV Merzig-Wadern - Europabevollmächtigte Kuhn-Theis bei der Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruch in Dillingen am 17.03.2016

19.03.2016

Die Verbesserung der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit war anlässlich eines Besuchs der Bevollmächtigen für Europaangelegenheiten Helma Kuhn-Theis bei der Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruch des LPP ein zentraler Themenschwerpunkt. Kuhn-Theis informierte sich im Beisein von Polizeipräsident Norbert Rupp über die Arbeit der seit 2013 eingerichteten Ermittlungsgruppe beim Landespolizeipräsidium, insbesondere im Hinblick auf die grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit.

Die in Dillingen stationierte zehnköpfige „Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruch“ unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Carsten Molitor hat seit  21.01.2013 bereits 117 Haftbefehle vollstreckt und gegen rund 350 Beschuldigte ermittelt.

Bei insgesamt 95 Durchsuchungen wurden mehr als 6500 Schmuckstücke sichergestellt. In zwei stark frequentierten Ausstellungen im Rathaus Dillingen, konnten Schmuckstücke durch Geschädigte wiedererkannt und entsprechenden Taten zugeordnet werden. So konnten ca. 300 Schmuckstücke wieder an ihre Besitzer zurückgegeben werden.

Bei einem Großteil der Täter gegen die ermittelt wurde, handelt es sich um Mitglieder osteuropäischer Banden, die auch grenzüberschreitend aktiv sind. Aber auch gegen Täter angrenzender europäischer Länder zu Deutschland wurde ermittelt.

Dies bedarf einer engen Zusammenarbeit und Kooperation der Ermittler mit dem europäischen Ausland, insbesondere mit den Behörden in Frankreich und Luxemburg.Das Saarland inmitten Europas gelegen, gilt als Transitland.

Durch die Nähe zu Frankreich, Luxemburg und auch Belgien und den Niederlanden können sich kriminelle schnell absetzen und im Ausland ihre Beute verkaufen. Die Kriminalisten stellten in dem Gespräch ausführlich ihre Arbeit dar und zeigten Stärken und Schwächen der bisher geltenden internationalen Vereinbarungen bei der Verfolgung von mobilen, europaweit agierenden organisierten Banden im Bereich der Eigentumskriminalität mit dem Schwerpunkt Wohnungseinbruch auf.

Als äußerst positiv und hilfreich konnte die Arbeit des Gemeinsamen Zentrums der grenzüberschreitenden Polizei- und Zollzusammenarbeit in Luxemburg hervorgehoben werden, die die Ermittlungstätigkeit in vielfältiger Art und Weise unterstützt und beschleunigt.

Kuhn-Theis ist der Überzeugung, dass angesichts einer völlig neuen Sicherheitslage in Europa die vorhandenen Instrumentarien der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit unbedingt weiterentwickelt werden müssen. Kuhn-Theis: „Die Arbeit der Ermittlungsgruppe Wohnungseinbrüche kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Wenn wir die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger dauerhaft sichern wollen, müssen wir in der grenzüberschreitenden Sicherheit neue Wege gehen. Hierzu gehören auch als wichtige Bausteine Ermittlungsgruppen, so wie wir sie hier haben.“